Non-profit Projekte

Neben den kommerziellen Angeboten betreibe ich auch non-profit Projekte ohne kommerzielle Absichten, dazu gehören auch Publikationsprojekte.

Aktuelle non-profit Projekte

Datenkapitalismus und Überwachungskapitalismus in der Wissenschaft

Kommerzielle Akteure der Informationsversorgung entwicklen zusehends Betriebssysteme mit hochintegrierten Apps, die Wissenschaftler in jeder Phase ihrer täglichen Arbeit nutzen und die en passant Daten über diese Arbeit liefern. Diese Daten wiederum werden von den kommerziellen Anbietern verarbeitet und in weitere Produkte umgewandelt, die nun der Wissenschaftsbürokratie als Instrumente der Rekrutierung und Forschungsplanung angeboten werden. Die Struktur und Vermarktung sowohl der Werkzeuge für Wissenschaftler als auch der Controllinginstrumente für die Verwaltung weisen Merkmale auf, die aus elektronischen Umgebungen weithin bekannt sind (Dependence through Convenience, Vendor-Lock-in), aber auch Merkmale, die gleichzeitig Elemente der zentralen Planwirtschaft und (wenn auch auf den ersten Blick unvereinbar mit ihr) eine starke Wettbewerbskonnotation aufweisen. Die Publikationen und Vorträge zu dieser Thematik diskutieren auch die möglichen Folgen einer solchen datengesteuerten Wissenschaftskontrolle für einzelne Forscher sowie für die Wissenschaft als gesellschaftliches Unterfangen.

Publikationen

Ulrich Herb (2019). Steering science through Output Indicators & Data Capitalism. Proceedings of the 23rd Congress of the European Society of Veterinary and Comparative Nutrition (ESVCN 2019), Turin/ Italy, 17-20 September 2019.
DOI:10.5281/zenodo.3333395

Ulrich Herb (2018). Zucht oder Libido Sciendi? Eine Dystopie der Wissenschaftssteuerung. Laborjournal. Sommer 2018. https://www.laborjournal.de/rubric/essays/essays2018/e18_08.lasso

Ulrich Herb (2018). Zwangsehen und Bastarde. Wohin steuert Big Data die Wissenschaft? Information – Wissenschaft & Praxis, 69(2-3), 81–88. DOI:10.1515/iwp-2018-0021 Open Access unter: https://zenodo.org/record/1284176

Vorträge

Steering science through Output Indicators & Data Capitalism. Proceedings of the 23rd Congress of the European Society of Veterinary and Comparative Nutrition (ESVCN 2019), Turin, 20.09.2019.

Uniform universities? Output Indicators, Data Capitalism and Steering of Science
Department for Information Systems, Universität Münster, 04.06.2019

Uniforme Universitäten? Output-Indikatoren, Wissenschaftssteuerung und die Konstruktion des Erfolges
Ludwig-Maximilians-Universität München, 29.01.2019

Weiteres: Blogmeldungen zu diesem Thema

Open Initiatives: Ein Update

Im Jahr 2012 gab ich den Sammelband Open Initiatives: Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft heraus. Für das Jahr 2020 ist eine neue Version des Bandes geplant. Diese wird beleuchten, inwiefern sich Hoffnungen in oder Skepsis gegenüber den Initiativen rund um Offenes Wissen bewahrheiteten.

Geplante non-profit Projekte

Einkünfte für WissenschaftlerInnen aus wissenschaftlichen Publikationen

Ebenfalls für 2020 ist eine Erhebung zu Einkünften, die WissenschaftlerInnen aus wissenschaftlichen Publikationen erzielen, geplant. Allgemein nimmt man an, dass AutorInnen (abgesehen von wenigen Bereichen wie der Rechtswissenschaft oder Verwaltungswissenschaft) keine Einkünfte aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen erzielen. Jedoch verzeichnen HerausgeberInnen mitunter finanzielle oder nicht-finanzielle Einkünfte (letztere z.B. als kostenfreie Zugänge zu Journalen oder Datenbanken). Auch Reviewer erhalten teils eine nicht-finanzielle Kompensation z.B. als Gutschein über Publikationsgebühren bei Open-Access-Verlagen.

Vergangene non-profit Projekte

Open Divide: Critical Studies on Open Access

Die Anthologie Open Divide: Criticals Studies on Open Access wirft einen kritischen Blick auf die Verheißungen des Open Access. Die erste Hälfte des Bandes widmet sich Fragen rund um das Konzept der Offenheit des Open Access, seiner Instrumentalisierung für neoliberale Wissenschaftskonzepte und seinem Wandel zu einem Wissensregime. Die zweite Hälfte reflektiert die Rolle des Open Access im globalen Süden, die von AutorInnen des Südens recht kritisch porträtiert wird, ihm werden post-koloniale Wirkungen attestiert. Kein Zufall also, dass die AutorInnen, die aus dem globalen Süden stammen, ihre Beiträge zu Open Divide überwiegend nicht Open Access publizierten. Eine Liste aller Beiträge in Open Divide inklusive Links zu vorhandenen Open-Access-Versionen ist hier verfügbar.

Open Initiatives: Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft

2012 erschien der Band Open Initiatives: Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft. Er befasst sich mit den sich entfaltenden Initiativen, die Transparenz, offenen und möglichst einfachen Zugang zu Informationen, etwa in Wissenschaft und Verwaltung fordern und herstellen. Die Forderungen reichen von freiem (im Sinne von kostenlosem) Zugang zu Informationen bis hin zu offenem Zugang analog den Prinzipien der Open Source Community. Manche Initiativen und Phänomene fokussieren stärker auf Transparenz als auf Offenheit, wie z.B. die Whistleblower-Plattform Wikileaks, während wiederum andere (z.B. Open Government oder Open Access zu Forschungsdaten) die Forderungen nach Transparenz und Offenheit kombinieren oder sich an der Bereitstellung nicht-proprietärer Informationen versuchen (wie das Geodaten-Projekt OpenStreetMap oder die Open Metrics Konzepte im Wissenschaftskontext).
Zwölf Autorinnen und Autoren aus Open Data Projekten und aus den Bereichen Open Access, Open Science, Journalismus und Recht beschreiben und analysieren die besagten und andere Open Initiatives, diskutieren deren Gemeinsamkeiten und Grenzen sowie radikale Offenheitskonzepte wie WikiLeaks und Anonymous.
Der gesamte Band ist Open Access verfügbar unter http://universaar.uni-saarland.de/monographien/volltexte/2012/87/ .

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